Fanggeräte und deren Gebrauch, Vorbereitung auf die Fischereischeinprüfung
Fanggeräte und deren Gebrauch – Lernzusammenfassung
1. Allgemeine Fanggeräte
1.1 Zulässige Hilfsgeräte
- Unterfangkescher: Ja, er ist ein zulässiges Hilfsgerät.
- Senke: Wird zum Fang von Köderfischen im Uferbereich verwendet.
1.2 Köder
- Einteilung: Natürliche und künstliche Köder.
- Natürliche Köder: Dürfen gefärbt werden, aber nur mit zugelassenen Lebensmittelfarben.
- Boilies: Spezielle Karpfenköder.
- Ködercocktail: Kombination verschiedener Köder auf einem Haken.
2. Angelruten und Rollen
2.1 Rutenarten
- Kohlefaserruten: Leicht und dynamisch, aber teuer und bei Gewitter gefährlich.
- Spitzenaktion: Biegung nur an der Spitze, ideal für Stippangeln.
- Mittenaktion: Biegung ab der Rutenmitte, gut für größere Fische.
2.2 Rollen
- Stationärrolle: Feste Spule, geeignet für alle Fangmethoden außer Flugangeln.
- Multirolle: Rolle mit Übersetzung und rotierender Spule.
- Bremse: Verhindert Schnurbruch bei starkem Zug.
3. Schnüre und Haken
3.1 Schnüre
- Monofile Schnur: Empfindlich gegen Sonnenlicht und dehnt sich bei großen Entfernungen.
- Schnurstärken:
- 0,15–0,25 mm: Plötzen, Rotfedern, Güstern, Barsche.
- 0,25–0,35 mm: Karpfen, Aale, Bleie, Rapfen, Barben.
- 0,35–0,45 mm: Hechte, Zander, Großkarpfen, Aale, Rapfen.
- 0,45–0,60 mm: Welse, Groß-Hechte, Meeresfische.
3.2 Haken
- Einfachhaken: Für Friedfische.
- Drilling: Haken mit drei Spitzen, für Raubfische.
- Wurmhaken: Mit zusätzlichen Widerhaken am Schaft.
- Schonhaken: Ohne Widerhaken, beeinträchtigen den Fangerfolg nicht.
4. Fangmethoden
4.1 Spinnangeln
- Spinnrute: Rute und Rolle, bei der der Köder ständig bewegt wird.
- Köder: Wobbler, Blinker, Twister.
- Fischarten: Hecht, Barsch.
4.2 Stippangeln
- Pose: Lauf- oder Gleitpose mit Stopper.
- Rutenaktion: Spitzenaktion.
- Fischarten: Friedfische wie Plötzen, Rotfedern.
4.3 Grundangeln
- Einsatz: In der Gelegezone.
- Köder: Boilies, Tauwurm.
- Fischarten: Karpfen, Aale.
5. Rechtliche Bestimmungen
5.1 Verbotene Fangmethoden
- Explodierende oder giftige Mittel: Verboten.
- Lebende Köderfische: In Brandenburg verboten.
- Harpunen: Nicht zulässig.
5.2 Erlaubte Fangmethoden
- Raubfischangelkarte: Stahlvorfachsystem mit totem Köderfisch.
- Friedfischangelkarte: Friedfischangeln mit einschenkligen Haken.
6. Umwelt und Ethik
6.1 Schonender Umgang
- Anlandung: Mit Unterfangkescher.
- Fliegenfischen: Schonendste Methode, da der Fisch meist im Maul gehakt wird.
6.2 Umweltschutz
- Schnurreste: Gefährden die Tierwelt und müssen entsorgt werden.
- Müllbeutel: Gehört zur Anglerausrüstung, um Unrat zu beseitigen.